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Business Solutions > Corporate Knowledge Management > Modellierung Modellierung
Modellierung im Bereich WissensmanagementKognitive ModellierungDie Vorgänge der Informationsverarbeitung, die der Mensch durchführt,
sind auf solche kognitiven Funktionen und Leistungen wie Wahrnehmung, Wissen,
Gedächtnis, Denken, Problemlösung, Lernen und Verstehen zurückzuführen.
Ein wissensbasierten System wird im Normalfall so konstruiert, dass die Vorgänge,
die ein Mensch automatisch durchführt, möglichst abgebildet werden.
Der Mensch erstellt aus den beiden Vorgängen Wahrnehmung und Sprachverständnis
in Kombination mit seinem bereits vorhandenem Vorwissen und der Erwatungshaltung,
die sich aus Erfahrungen und dem Vorwissen ergeben, sowie schließlich
persönlichen Ziele eine Abbildung einer Problem- bzw. Anwendungsdomäne.
Diese ist natürlich absolut subjektiv und kann erst durch Kommunikation
mit anderen Menschen (Kollektivierung) versachlicht werden. Diese subjektive
Repräsentation lässt sich als mentales Modell des Menschen verstehen,
das eine bestimmte Domäne beschreibt.
Kognitive ModellierungDrei Schritte sind im Regelfall durchzuführen, um ein wissensbasiertes System aufzubauen:
Bewertung der ModelleLerntheorieWährend die kognitive Modellierung bereits sehr viele softwaretechnische Konzepte behandelte und hier nur ansatzweise verschiedene, sehr komplexe Techniken erwähnte, ist für das Verständnis, wie ein solches System nützlich sein kann und welche Prozesse es unterstützt, notwendig, den individuellen und kollektiven Lernprozess zu verstehen. Diese beiden Prozesse sollen in diesem Abschnitt kurz und mit zwei Abbildungen vorgestellt werden. Die psychologische Komponenten im Rahmen von Projekten zum Wissensmanagement ist durchaus nicht zu unterschätzen. Eine lernende Organisation wird durch Menschen gebildet, die in formellen und informellen Gruppen zusammenkommen, sich austauschen, über offizielle und inoffizielle Dienst- und Kommunikationswege Nachrichten austauschen und in ihrer Gesamtheit Entscheidungen treffen und Handlungen ausführen. Dabei sind individuelles und kollektives Lernen eng miteinander verzahnt. Individuelles LernenUnter dem Begriff des individuellen Lernens versteht man normalerweise den Erwerb neuen Wissens auf Basis von Informationen, die bewertet, strukturiert und in einen (scheinbar) sinnvollen Zusammenhang gebracht werden. Dabei ist also durchaus nicht alles, was als Wissen angesehen wird, auch tatsächliches Wissen, sondern kann später wieder als falsch entlarvt werden. Wissen ist dabei nicht notwendigerweise statisch oder wie ein besessener Gegenstand zu betrachten, sondern konkretisiert sich auch in Handlungsweisen und unbewussten Verhaltensmustern. Die nachfolgende Abbildung zeigt den Regelkreis des individuellen Lernens. Aus der Umwelt stammen Reize, Daten und Informationen, die vom Mensch wahrgenommen werden. Bereits hier muss man betonen, dass der Mensch in vielfältiger Weise für die Wahrnehmung bereits Wissen einsetzen kann, um wertvolle von wertlosen Informationen zu trennen oder aus einem allgemeinen Rauschen Frühwarnsignale zu identifizieren. Teilweise können auch hier Software-Lösungen dafür sorgen, dass solche Informationen gefiltert werden, um überhaupt bewusst zu werden. Nach der Wahrnehmung werden diese Informationen gewusst, wobei dies als Besitzakt zu verstehen ist. Dieses Wissen kann reines Faktenwissen sein, das sogar noch genutzt werden muss, oder das zunächst ausgewertet werden soll. Lernen als nächster Schritt bedeutet dagegen, sich mit diesen erkannten oder schon gewussten Fakten weiter zu beschäftigen, sie zu verarbeiten, zu vergleichen, in Beziehung zu setzen und dann in umfangreichen Reflexionen neues Wissen zu generieren, das insbesondere Zusammenhänge und Kausalitäten berücksichtigt oder erst erzeugt hat. Dabei kann man sich das Lernen sowohl als bewussten Vorgang wie auch als unbewusst ablaufenden, sich langsam entwickelnden Prozess vorstellen. Auf Basis dieses neuen Wissens können dann Handlungen ausgeführt werden, die auf Basis einer viel besseren Überlegung beruhen und erwartungsgemäß zu besseren Ergebnissen führen.
Regelkreis individuelles LernenKollektives LernenIn einer Organisation gibt es zwar sehr viele individuelle Lernprozesse, wenn
bspw. neue Techniken und Verfahrensweisen von einzelnen Mitarbeitern gelernt
werden, aber im Regelfall entwickelt sich das Wissen in den Köpfen der
Mitarbeiter in einem Team synchron. Es findet in einem sozialen Umfeld statt
und kann ebenfalls wieder bewusst oder unbewusst erfolgen. Gerade das bewusste
Lernen oder der Versuch, unbewusste Lernprozesse bewusst zu mache, um sie zu
beschleunigen, hat neben positiven Wissenseffekten auch viele positive psychische
Effekte, die sich gegenseitig durch das Wir-Gefühl verstärken können.
Aus individuellen Zielen können so Gruppenziele und natürlich auch
erfolgreiche Gruppenhandlungen werden. Die einzelnen Mitarbeiter unternehmen
dabei ganz unterschiedliche Rollen, die sowohl klassische Rollen wie Lehrer-Schüler
beinhalten als auch solche wie studentisches Lernen in Arbeitsgruppen umfassen
können. In diesem Zusammenhang ist es auch oft sehr kritisch, wenn der
Alters- und Erfahrungsschatz oder die kulturelle Vielfalt nicht ausgewogen ist,
was gerade durch die Konzentration auf Mitarbeiter bestimmter Altersgruppen
als sehr nachteilig beurteilt werden muss. Im studentischen Lernen ist dagegen
eher ein partizipatives und gemeinschaftliches Lernen von Gleichrangigen zu
sehen. Es ermöglicht allen Gruppenmitgliedern, gleichmäßig zu
lernen und neues Wissen zu erwerben. Als kooperativen Lernprozess bezeichnet
man dagegen die Situation, in der fachlich asymmetrisch strukturierte Gruppen
durch gegenseitige Interaktion neues Wissen erwerben. Die Lernproblematik wird
dabei gelöst, wenn fachliche oder hierarchische Unterschiede aufgelöst
werden und gegenseitig und miteinander gelernt wird.
Regelkreis kollektives LernenUnterstützung durch die Comelio GmbHDie Berater der Comelio GmbH sind insbesondere in der software-technischen Abbildung von Datenstrukturen und ihren Beziehungen tätig. Da sich jedoch die Einrichtung und Planung von wissensbasierten Systemen gerade vor dem Hintergrund eines Lernklimas und nur unter der Mitwirkung von möglichst vielen Mitarbeitern vollzieht, ist ihnen die Berücksichtigung der theoretischen und psychologischen Komponenten durchaus bewusst. Bei der Modellierung solcher Systeme ist insbesondere der Einsatz von Ontologien ein regelmäßiges Arbeitsgebiet.
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